Nordkirche - PTI

Nordkirche - PTI

Autorinnen und Autoren des Projekts

Religionspädagogen und Religionsgelehrte aus Judentum, Christentum, Islam, Alevitentum, Hinduismus und Buddhismus entwickeln im Materialprojekt erstmals gemeinsam Unterrichtsmaterialien. Sie folgen dabei den didaktischen Grundsätzen des interreligiös-dialogischen Ansatzes.

Jochen Bauer, geboren 1966, Christ,

unterrichtet seit 1995 an einem Hamburger Gymnasium Religion, Geschichte und Politik. Am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung bildet er Referendare für das Fach Religion aus. Als Fachreferent in der Behörde für Schule und Berufsbildung ist er federführend mit der Weiterentwicklung des „Religionsunterrichts für alle“ beauftragt.
Geprägt hat ihn sein Studium an der Temple University in Philadelphia. Hier unterrichten Professoren aller großen Religionen Studierende unterschiedlicher Religionszugehörigkeit aus aller Welt. Seine zentrale Erfahrung: Ein tiefes Verstehen entsteht, wenn das Studium der eigenen Religion und der Dialog mit den anderen zusammen kommen. Seitdem versucht er, dies religionsdidaktisch auszubuchstabieren.
Jochen Bauer ist verheiratet und hat drei Söhne.


Susanne von Braunmühl, geboren 1955, Christin,

ist Studienleiterin für den interreligiösen Religionsunterricht in der Grundschule im Pädagogisch-Theologischen Institut Hamburg, Leiterin der dortigen interreligiösen Lernwerkstatt und Fachseminarleiterin am Landesinstitut Hamburg. Inklusion und interreligiöses Lernen sind ihre Arbeitsschwerpunkte. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Grundschule Religion“.


Andreas Gloy, geboren 1967, Christ,

ist ausgebildeter Gymnasiallehrer für Religion und Sport und unterrichtet in Norwegen und seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Die Schülerinnen und Schüler in seinem Religionsunterricht kommen aus fast allen Ländern und Religionen der Welt. Sie lernen gemeinsam im Hamburger Weg des „Religionsunterrichts für alle“. Seit 2010 ist Andreas Gloy  mit 75 % des Deputats Studienleiter am Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche für die Sekundarstufe 1 in Hamburg. Hier bildet er Lehrerinnen und Lehrer über interreligiöses Lernen fort und erstellt dafür Unterrichtsmaterialien.


Dr. Rachel Herweg, geboren 1960, Jüdin,

ist Magistra in Jüdischen Studien und promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Sie arbeitet als Familientherapeutin (DGSF) und Supervisorin in eigener Praxis und leitet seit 2006 die Masorti-Kindertagesstätte in Berlin. Als streitbare Feministin, Dozentin, Referentin und Autorin war und ist sie in verschiedenen Projekt- und Arbeitszusammenhängen tätig, insbesondere zu Themen jüdischer „Theologie“ und jüdischer Frauengeschichte, zu Gender und Diversity, Traumatisierung und zu Fragen des interreligiösen Lernens/ Dialogs.

Rachel Herweg lebt mit ihrer Frau in Berlin, hat einen Sohn, eine Wahltochter und drei Enkel.


Thorsten Knauth, geboren 1964, Christ,

ist Professor für Evangelische Theologie/ Religionspädagogik an der Universität Duisburg-Essen. Er leitet dort die Arbeitsstelle interreligiöses Lernen (AiL) am Institut für Evangelische Theologie. Seine Studierenden wollen Religionslehrerinnen und Religionslehrer werden. Er findet es wichtig, dass ihnen bewusst ist, wie unterschiedlich die Schüler und Schülerinnen sind, die sie später unterrichten werden. Weil die Gesellschaft multikulturell und multireligiös ist, muss auch der Unterricht sich verändern. Thorsten Knauth hat zu diesem Thema in Hamburg, Karlsruhe, Köln und Essen geforscht und unterrichtet und Bücher und Artikel geschrieben.

Thorsten Knauth ist verheiratet. Seine Töchter sind 14, 11 und 5 Jahre alt. Zusammen mit seiner Frau arbeitet er für den selbst gegründeten Verein „Siddhartha – Hilfe für Nepal“, der notleidende Kinder und Jugendliche in Nepal unterstützt.


Rabeya Müller, geboren 1957, Muslimin,

studierte Pädagogik, Islamwissenschaften, Ethnologie und Islam. Langjährige Leiterin des Instituts für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD Köln) und Leiterin des FACIT- Projekts „Geschlechtergerechtigkeit – interreligiös gedacht“. Sie entwickelte Unterrichtsmaterialien und Curricula sowie interreligiöse und interkulturelle Bildungstheorien und ist in der Weiterbildung von Lehrer_innen – und Erzieher_innen tätig. Als Dozentin unterrichtet sie u.a. beim interreligiösen Lehr- und Lernhaus für Frauen (Gelnhausen, Berlin, Köln), bei den Projekten Muslim 3.0, Abraham&Co, und „extrem out“. Sie ist Stellvertretende Vorsitzende des Zentrums für islamische Frauenforschung und Frauenförderung, Sprecherin von Interreligiones (Forum für Religiöse Bildung) und Mitglied der EAWRE (European Association For World Religions In Education), sowie im Beirat der ESWTR (Europäische Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen). Sie ist Autorin und Mitautorin zahlreicher Werke in den Bereichen Islam, Religionspädagogik und Feminismus.


Christian Pantenius, 1974 geboren, Buddhist,

wurde 1995 Schüler von Lama Ole Nydahl. Seitdem engagiert er sich ehrenamtlich im Buddhistischen Zentrum Hamburg, in der Tradition der tibetischen Karma Kagyü Linie. Hier hat er auch von 2005-2007 gelebt. Der dreifache Familienvater lehrt an einem Hamburger Gymnasium die Fächer Philosophie, Geschichte, Politik und Geographie. Am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ist er als Fachseminarleiter tätig und in dieser Funktion für die Ausbildung der Philosophielehrer in Hamburg verantwortlich.


Oliver Petersen, 1961 geboren, Buddhist,

ist Lehrer des Buddhismus am Tibetischen Zentrum e.V., Hamburg, das unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama steht. Er ist dort seit 1980 tätig. Zwischen 1983-1999 war er als buddhistischer Mönch und Schüler von Geshe Thubten Ngawang ordiniert. Heute leitet er für das Zentrum Meditationsseminare und Studienkurse und ist als Referent, Übersetzer und im interreligiösen Dialog tätig.

Oliver Petersen ist Magister der Tibetologie, Religionswissenschaft und Philosophie und hat eine gestalttherapeutische Ausbildung.


Erlend Pettersson, geboren 1952, Hindu,

trat 1972 der Gaudiya Vaishnava-Tradition des Hinduismus bei und empfing 1974 die Priesterweihe. Nach langjährigen Auslandsaufenthalten als Hindu-Prediger kehrte er 1989 nach Hamburg zurück und arbeitete bis 2013 in der Hamburger Versicherungsbranche, während er seine priesterlichen Aufgaben ehrenamtlich ausübte. Im Jahre 2012 wurde er nach einer vertiefenden Weiterbildung mit dem traditionellen hinduistischen Bhakti Sastri-Titel ausgezeichnet. Herr Pettersson ist Vizepräsident des Hamburg Bhakti Yoga-Zentrums und vertritt seit 1999 den Hinduismus im Hamburger öffentlichen Bildungswesen und im Interreligiösen Dialog.


Amin Rochdi, geboren 1983, Muslim,

ist Studienrat im Realschuldienst in Erlangen für die Fächer Deutsch, Geschichte und Islamische Religionslehre. Er studierte in Heidelberg, Erlangen-Nürnberg und Ankara. Amin Rochdi forscht am Interdisziplinären Zentrum für Islamische Religionslehre zu Fragen der religiösen Sozialisation junger Musliminnen und Muslime in Deutschland, zur Didaktik der Textarbeit mit dem Koran im Unterricht und zum Fachprofil Islamischen Religionsunterrichts in der Sekundarstufe I und II. Seine Eltern stammen aus Marokko und Italien. Durch die vielen unterschiedlichen Einflüsse seiner Familie, ist für ihn Multikulturalität und Interreligiosität Teil des Lebens. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.


Mara Sommerhoff, geb. 1974, Christin,

ist Lehrerin für die Fächer Englisch und Religion in Hamburg.

Am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung leitet sie den Arbeitsbereich Religion und ist in der Lehrerbildung, Beratung und Unterrichtsentwicklung des interreligiösen Religionsunterrichts in Hamburg tätig.


Melek Yıldız, geboren 1975, Alevitin,

ist Studienrätin in Unna und unterrichtet die Fächer Deutsch, Pädagogik, Mathematik und Alevitische Religionslehre. Sie ist Mitglied in den Lehrplankommissionen der Länder NRW und Baden-Württemberg für das Fach „Alevitische Religionslehre". Sie leitet Zertifikatskurse  für den "Alevitischen Religionsunterricht" in NRW und bildet alevitische Lehrkräfte in Gesamtdeutschland aus und fort. Darüber hinaus arbeitet sie als Dozentin im Bereich „Alevitische Religionspädagogik bzw. Didaktik" an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten. Sie ist Mitglied im Bundesvorstand der Alevitischen Gemeinde Deutschland e. V. (AABF) und dort für den Bereich Bildung, Forschung und Wissenschaft zuständig.


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